Kurz eine Analogie zum Einstieg: Ein Streuwurf geht an alle Haushalte in einem Gebiet, günstig pro Stück, wer ihn erhält, ist sekundär. Ein adressiertes Mailing geht an ausgewählte Empfänger:innen, teurer pro Stück, dafür mit minimalem Streuverlust. Keine Variante ist besser, es kommt darauf an, was du erreichen willst. Genauso verhält es sich auch bei der digitalen Werbung. Wann sich enge Zielgruppen lohnen und wann breite Reichweite die klügere Wahl ist, entscheidet dein Kampagnen-Ziel.
Die Digitale Ausspielung von Display-Ads lässt sich unterschiedlich genau steuern. Am einen Ende steht die breite Ansprache: möglichst viele Menschen in einer Region, ohne feine Auswahl. Am anderen Ende stehen konkrete Personen, die du zuvor ausgewählt hast. Dazwischen liegen Abstufungen, etwa die Ansprache bestimmter Wohnlagen oder von Menschen, die sich gerade an einem bestimmten Ort aufhalten.
Diese Abstufung ist keine Qualitätsskala, auf der oben «gut» und unten «schlecht» steht. Sie beschreibt zwei Grössen, die zusammenhängen: wie viele Menschen du erreichst und wie genau du sie triffst. Je enger du die Zielgruppe fasst, desto kleiner wird die erreichbare Menge. Je breiter du streust, desto ungenauer wird der einzelne Kontakt. Welche Einstellung richtig ist, ergibt sich aus der Frage, was die Kampagne erreichen soll.
Präzision verengt. Wer nur eine genau umrissene Gruppe anspricht, erreicht weniger Menschen und zahlt pro Kontakt in der Regel mehr. Das ist ein fairer Tausch, solange die Genauigkeit dem Ziel dient.
Wenn du weisst, wen du gewinnen willst, und jeder Kontakt ausserhalb dieser Gruppe verschwendet wäre, dann ist der höhere Preis pro Kontakt gut angelegt. Du bezahlst dafür, dass dein Budget nicht an Menschen fliesst, die für dich ohnehin nicht in Frage kommen.
Der Tausch kippt, sobald das Ziel Breite statt Tiefe ist. Wer eine Marke neu bekannt machen will, braucht eine möglichst grosse Reichweite. Bekanntheit entsteht über Menge und Wiederholung, viele Menschen müssen einen Namen mehrfach wahrnehmen, bevor er haften bleibt.
In dieser Phase ergibt eine zu feine Auswahl keinen Sinn. Du zahlst einen Präzisionsaufschlag für eine Genauigkeit, die dein Ziel nicht braucht, ja, ihm sogar zuwiderläuft.
Umgekehrt hat auch die grobe Ausspielung ihren Preis, nur zeigt er sich an anderer Stelle. Wer breit streut, obwohl das Ziel längst Reaktion oder Gewinnung ist, bezahlt für Kontakte, die nichts zur Zielerreichung beitragen. Ein grosser Teil der erreichten Menschen gehört nicht zur relevanten Gruppe. Sie mögen zwar die Anzeige sehen, reagieren aber nicht darauf. Was du kriegst, ist eine Menge Streuverlust und verbranntes Budget.
Breite Reichweite ist deshalb kein günstiger Standardweg, den man aus Sparsamkeit wählt. Sie ist günstig pro Kontakt, aber nur dann wirtschaftlich, wenn die schiere Menge tatsächlich das Ziel ist.
Ob Breite oder Präzision dir mehr bringt, lässt sich aus dem Ziel deiner Kampagne ableiten. Willst du überhaupt erst bekannt werden, zählt Reichweite. Willst du Menschen an einem bestimmten Ort im richtigen Moment aktivieren, brauchst du geografische Genauigkeit. Willst du konkrete, ausgewählte Personen erreichen, etwa deine bestehende Kundschaft oder eine genau definierte Gruppe, rechtfertigt sich der volle Präzisionsaufwand.
Kurz: Dein Vorhaben definiert die Genauigkeit. Wenn du das beherzigst, zahlst du weder für Präzision, die nichts bringt, noch für Reichweite, die übers Ziel hinausschiesst.
Wie sich diese Abstufungen ausspielen lassen, von der ganzen Region bis zur einzelnen Person, zeigen die vier Präzisionsstufen von AZ Data Driven Ads. Und wenn du einen bestimmten Fall vertiefen willst, zeigen dir weiterführende Beiträge: wie du mit digitaler Werbung Menschen in deine Filiale holst, wie personengenaue Display-Ads funktionieren, und wann grobe Reichweite klüger ist als Präzision.
Nein. Es kommt darauf an, ob du eine konkrete Gruppe gewinnen willst oder erst einmal auffallen musst. Für das eine ist enge Auswahl ihr Geld wert, für das andere bremst sie nur.
Eine kleinere Zielgruppe bedeutet weniger Kontakte, die einzelne Ansprache wird teurer. Solange dieser Aufschlag dich vor Streuverlust bewahrt, lohnt er sich. Zielst du ohnehin auf Menge, zahlst du ihn umsonst.
Immer dann, wenn viele Kontakte mehr wert sind als genaue. Eine neue Marke oder ein neuer Standort muss zuerst auffallen, und dafür brauchst du Menschen in der Fläche, keine fein selektierte Liste.
Frag dich, in welcher Phase du steckst. Am Anfang geht es meist um Bekanntheit, später um Reaktion. Was gerade dein Ziel ist, sagt dir, wie genau du zielen solltest.
Ja, und meistens ist das sogar sinnvoll. Viele Kampagnen starten breit und ziehen die Auswahl mit der Zeit enger, sobald aus Bekanntheit Reaktion werden soll.
Falls du eine eigene digitale Kampagne planst und dabei Unterstützung suchst, tausche dich unverbindlich mit Francesco Martello aus. Du erreichst ihn unter +41 41 248 44 41 oder francesco.martello@az-direct.ch.