Viele Kanäle, kein Überblick? Mit einer zentralen Customer-ID verbindest du deine Daten, Kampagnen und Kundenerlebnisse. Hier erfährst du, wie’s geht – und was du dafür brauchst.
Kennst du das? Eine Kundin erhält einen Newsletter mit Rabattcode – und zwei Tage später landet genau derselbe Code per Briefpost im Kasten. Social Ads zeigen ihr parallel ein ganz anderes Produkt. Eines, das sie eben erst bestellt hat. Das ist kein Einzelfall, sondern Alltag in vielen Marketingabteilungen.
Der Grund: Es fehlt ein verbindendes Element, das alle Kanäle zusammenführt- Eine zentrale Customer-ID. Ohne sie wird’s schnell unübersichtlich. Kanäle laufen nebeneinanderher, Botschaften widersprechen sich, und am Ende bleibt die Frage: Wer hat eigentlich was gekauft – und warum?
Die Customer-ID ist nicht einfach eine Kundennummer. Sie ist eine stabile, systemübergreifende ID, die es ermöglicht, dieselbe Person in verschiedenen Tools, Datenbanken und Kanälen wiederzuerkennen – datenschutzkonform und unabhängig vom Kanal.
Unterscheidung zu anderen IDs:
Die Customer-ID verbindet all das – stabil, präzise und personenzentriert.
Ohne zentrale ID fragmentiert sich deine Kommunikation. Du erkennst zwar Klicks, Käufe und Abmeldungen, aber nicht, ob sie zur selben Person gehören.
Laut dem „Customer Experience Trends Report 2023“ von Acquia geben 66 % der Verbraucher an, frustriert zu sein, wenn Marken sie aufgrund von Online-Suchen mit Werbung ansprechen, obwohl sie bereits mit der Marke interagiert haben. (Quelle: businesswire.com)
Die Folgen:
Stell dir vor, du verknüpfst E-Mail-Adressen aus deinem Newsletter, Telefonnummern aus dem Callcenter und Kaufdaten aus deinem Webshop. Eine Customer-ID bringt diese Daten zusammen – unter der Voraussetzung, dass sie datenschutzkonform erhoben wurden.
Das Ganze läuft meist über eine sogenannte Identity Resolution Engine, häufig innerhalb einer Customer Data Platform (CDP). Sie gleicht verschiedene Identifier ab, prüft Übereinstimmungen und aktualisiert das Profil bei jedem neuen Touchpoint.
Beispiel aus dem Handel:
Eine Kundin meldet sich für deinen Newsletter an (E-Mail), kauft später im Laden mit ihrer Kundenkarte (Kundennummer) und ruft wegen einer Retoure im Servicecenter an (Telefonnummer). Die Customer-ID erkennt, dass es sich um dieselbe Person handelt und kann deshalb ihre Journey vollständig abbilden.
Damit eine Customer-ID funktioniert, brauchst du drei Dinge:
Ganz wichtig – vor allem anderen: Die Qualität deiner Daten entscheidet darüber, ob die Customer-ID überhaupt sauber arbeiten kann. Wenn E-Mail-Adressen mehrfach vorkommen, Telefonnummern fehlen oder veraltet sind, wird aus der Verknüpfung schnell ein Puzzle mit fehlenden Teilen.
Deshalb gilt: Bevor du verknüpfst, musst du bereinigen.
Du solltest deine bestehenden Daten auf Dubletten, veraltete Einträge oder Widersprüche prüfen – und idealerweise standardisieren. Erst mit konsistenten, aktuellen und identifizierenden Daten ist Identity Matching wirklich sinnvoll.
Wenn du alle Touchpoints einer Person verbindest, kannst du endlich sinnvoll messen, steuern und personalisieren:
Bevor du dir gleich eine Customer Data Platform zulegst, sammelst du am besten Erfahrungen mit einem überschaubaren und klaren Use Case – z. B. mit personalisierten Reaktivierungskampagnen.
Drei Schritte reichen für den Anfang:
Ohne zentrale Customer-ID bleibt dein Marketing blind für Zusammenhänge – und deine Kundschaft wird mit widersprüchlichen Botschaften konfrontiert. Eine saubere, systemübergreifende Identifikation macht aus unverbundenen Touchpoints eine konsistente Journey. So kannst du Kampagnen präziser steuern, Streuverluste minimieren und deine Kund:innen gezielter ansprechen. Kurz: Du bringst Ordnung ins Datenchaos – und Relevanz in deine Kommunikation.
Wenn du direkt mit der Einführung einer Customer-ID oder CDP durchstarten willst, gibt es viele Partner mit entsprechenden Lösungen. Aber bevor du dich ans Verknüpfen machst, brauchst du saubere Daten. Genau hier kommen wir ins Spiel: Wir unterstützen dich dabei, deine Kundendaten zu bereinigen, zu validieren und so aufzubereiten, dass eine Customer-ID überhaupt erst sinnvoll funktioniert – egal, ob du noch am Anfang stehst oder bereits Tools im Einsatz hast.
Interessiert? Wir sind für dich da. Per Telefon: +41 41 248 44 44 oder per E-Mail: welcome@az-direct.ch.
Eine eindeutige Kennung, die eine reale Person systemübergreifend identifizierbar macht.
Interne ID innerhalb eines CRM-Systems. Nicht zwangsläufig kanalübergreifend.
Browserbasierte ID, oft anonym und kurzfristig.
Der Prozess, durch den verschiedene Identifier zu einer Person zusammengeführt werden.
Plattform zur Sammlung, Verbindung und Nutzung von Kundendaten aus verschiedenen Quellen.
System zur Einholung und Verwaltung von Nutzereinwilligungen für die Datenverarbeitung.