Stell dir vor, du stöberst online in einem Shop, legst Produkte in den Warenkorb, brichst den Kauf aber ab – und nur wenige Tage später findest du eine personalisierte Postkarte mit genau diesen Produkten in deinem Briefkasten. Kein Zufall: Das ist Cross-Channel Retargeting 2.0 in Aktion. Digital und Post ziehen dabei an einem Strang, um Interessentinnen und Interessenten über mehrere Kanäle erneut anzusprechen und doch noch als Kundschaft zu gewinnen. Klingt aufwendig? Tatsächlich ist es einfacher, als viele denken und äusserst wirksam.
Retargeting kennt man vor allem aus dem Online-Marketing: Nutzerinnen und Nutzer, die bereits Interesse gezeigt haben (z. B. ein Produkt angesehen, aber nicht gekauft), werden erneut mit Werbung angesprochen. Klassischerweise passiert das per Display-Ad oder Social-Media-Anzeige, die einem «überall folgt». Dieses Retargeting 1.0 hat sich bewährt – es erhöht die Conversion und sorgt so für mehr Umsatz.
Cross-Channel Retargeting 2.0 geht nun einen Schritt weiter. Hier werden zusätzliche Kanäle ins Spiel gebracht, insbesondere Offline-Kanäle wie postalische Mailings oder Telefon. Das Prinzip: Die Retargeting-Botschaft wird nicht nur online ausgespielt, sondern erreicht dieselbe Person auch offline. Dadurch entsteht ein abgestimmter Kommunikationszyklus über digitale und physische Berührungspunkte hinweg. Genau dieser Mix wirkt. Studien zeigen, dass er die Kampagnenleistung deutlich steigert, denn Postkarte, Brief & Co. verschaffen zusätzliche, starke Aufmerksamkeit.
Möglich wird das durch clevere Datenverknüpfung. Moderne Marketing-Datenbanken verbinden etwa E-Mail-Adressen mit Postadressen, um dieselben Personen kanalübergreifend zu erreichen. Solche Datenbrücken sorgen dafür, dass dein Online-Kontakt auch offline identifiziert werden kann. Cross-Channel Retargeting 2.0 ist somit die Weiterentwicklung: Retargeting über mehrere Kanäle, digital und postalisch, sauber aufeinander abgestimmt.
Warum reicht Online-Retargeting allein nicht aus? Ganz einfach: Weil unterschiedliche Kanäle unterschiedliche Sinne ansprechen – und gemeinsam nachhaltiger wirken.
Theorie ist das eine – Praxis das andere. Im Alltag funktioniert Cross-Channel Retargeting so, dass ein Online-Trigger eine Offline-Aktion auslöst. Typische Szenarien:
Wichtig: Grundlage für das Offline-Retargeting ist eine Datenbasis, in der E-Mail- und Postadressen verknüpft sind. Diese Informationen stammen entweder von den Nutzenden selbst (z. B. aus Formularen) und du führst sie zusammen – oder sie kommen von einem Dienstleister wie AZ Direct.
Bei uns findest du beispielsweise über 3.8 Millionen E-Mail-Adressen, die mit der jeweiligen Postadresse verbunden sind. Zu einem grossen Teil verfügen wir auch über die Telefonnummer, falls das Retargeting telefonisch erfolgen soll.
Konkret heisst das: Du lieferst uns E-Mail-Adressen, zu denen dir die Postadresse fehlt. Wir gleichen sie mit unserem Datenbestand ab und liefern dir die passenden Adressen zurück. Besonders praktisch: Diese Dienstleistung gibt es auch als Online-Service.
Cross-Channel Retargeting 2.0 verbindet digitale Präzision mit physischer Präsenz. Indem du Online-Interaktionen mit Offline-Massnahmen kombinierst, schaffst du ein stimmiges, wiedererkennbares Erlebnis. Das Ergebnis: mehr Aufmerksamkeit, mehr Vertrauen – und spürbar bessere Reaktionen. Entscheidend ist kein grosser Sprung, sondern kluge Verknüpfung. Wenn Datenqualität und Kreativität zusammenspielen, wird datengetriebenes Marketing auf einmal überraschend menschlich.
Quellen: Die im Text genannten Studien und Beispiele stammen u. a. von AZ Direct, Darwill, Lead Monkey, MIT Sloan Management Review, HubSpot sowie PostGrid.